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Warum Modellmotoren einlaufen müssen;

Alle sich drehenden oder gleitenden Teile eines neuen Motors sind noch rau. Diese fertigungsbedingten Unebenheiten müssen sich in der sog. Einlaufphase des Motors glätten und aneinander anpassen (einbetten). Grundsätzlich sollten die Einlaufempfehlungen des Motoren- Herstellers mit berücksichtigt werden, denn jede Motorenkonstruktion hat eigene Besonderheiten.
Wenn Sie noch wenig Routine bei der Inbetriebnahme von Verbrennermotoren haben, empfiehlt es sich, den Motor auf einer fest verankerten Motorenkonsole einlaufen zu lassen. Verwenden Sie zum Einlaufen Treibstoff mit 20% hochwertigem Rhizinusöl bzw. synthetischem Einlauföl. Andere vollsynthetische Öle sind hierfür weniger geeignet.
Den Vergaser stellen Sie anfangs so fett wie möglich ein (siehe auch Vergaser). Erst nach und nach den Vergaser in Richtung mager regulieren. Läuft der Motor anfangs mit zu magerer Einstellung, kann dies dem Motor bei Höchstdrehzahlen schaden.
In der Einlaufzeit wird der Motor mit wechselnden Drehzahlen betrieben. Achten Sie auch darauf, dass der Motor dabei seine Betriebstemperatur erreicht, jedoch nicht zu heiß wird.

Den Motor starten

Bei 1/4 geöffnetem Vergaser können Sie nun den Motor starten. Nach dem Warmlauf stellen Sie nun den Vollgaslauf ein, wobei Sie durch Eindrehen der Vollgasnadel bei voll geöffnetem Vergaser die höchste Motorendrehzahl einstellen. Weil der Motor im

Betrieb noch weiter abmagern wird, sollten Sie die Vollgasnadel nun wieder ein wenig auf die „fettere“ Seite heraus drehen.

Hinweis !

Bei einer zu fetten Einstellung des Vergasers hat der

Motor nicht die maximale Leistung. Eine zu magere

Einstellung jedoch ist für den Motor schädlich und

führt früher oder später zu einem Motorschaden!

Pflege und Wartung


Ihr Modellmotor ist ein feinmechanisches Präzisionserzeugnis und bedarf einer regelmäßigen Pflege. Wir empfehlen daher folgendes:


Einsatz eines Kraftstoff-Filters zwischen Tank und Motor.
Kraftstoffkanister sauber und verschlossen halten.
Tank am Ende des Flugtages entleeren.
Motor am Ende des Flugtages durch Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr im betriebswarmem Zustand leer laufen lassen. Den Motor nochmals starten, um die unverbrannten Treibstoffreste aus dem Motor zu entfernen.
Zum Schutz vor Fremdkörpern für den Vergaser einen Luftfilter verwenden.
Da, beim Zweitaktmotor über den Auslasskanal zusätzlich angesaugt wird, die Auspuffanlage wiederholt auf Rückstände und Fremdkörper überprüfen.
Falls Fremdkörper (nach Absturz) in den Motor gelangt sind, demontieren Sie vorsichtig den Zylinderkopf und Gehäusedeckel und spülen Sie den Motor mit Kraftstoff ausgiebig durch. Ölen Sie die Teile nach der Reinigung mit säurefreiem Öl wieder ein (den Motor jedoch nicht unnötig zerlegen).
Den Motor in einem trockenen Raum so lagern, dass keine Rückstände von Schalldämpfer und Tankanlage in den Motor gelangen können.
 

Schalldämpfer
 

Ein zu kleiner oder ungeeigneter Schalldämpfer mindert nicht nur die Motorenleistung, sondern kann ihn auch schädigen.


Der Schalldämpfer wird mit dem mitgelieferten Befestigungsmaterial und Dichtung am Motor befestigt. Achten Sie auf einen festen Sitz der Verschraubung, denn durch die auftretenden hohen Temperaturschwankungen können sich die Befestigungsschrauben lösen.


Resonanzschalldämpfer


Bei Resonanzschalldämpfern kann die richtig gewählte Länge
(drehzahlabhängig) zu einer Leistungssteigerung beitragen.
 

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