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Wann nehme ich die richtigen Glühkerzen !

Man unterscheidet zwischen Kerzen mit kurzem oder langem Gewinde. Da kleine Motoren eine geringere Materialstärke am Zylinderkopf aufweisen, sollten Sie bei Motoren bis ca. 2,5 ccm Kerzen mit kurzem Gewinde einsetzen. Betrachten wir uns zuerst die grundsätzliche Funktion einer Glühkerze: Die Glühwendel wird mit einer Spannung von 1,5 - 2V von einer externen Batterie, einem Akku oder über ein Powerpanel zur Hellrot-Glut gebracht.

An der glühenden Wendel beginnt der Kraftstoff-Verbrennungsprozess. Da bei der Verbrennung Kraftstoffsubstanzen die Glühwendel belegen, hat diese Befeuchtung auch einen Einfluss auf die Zündung. Durch so genannte heiße Kerzen für Kraftstoff ohne Nitromethan, Standard- Kerzen für Kraftstoff mit wenig Nitromethan-Zusatz oder kalten Kerzen für Kraftstoff mit viel Nitromethan-Zusatz wird dem jeweiligen Anwendungszweck entsprochen.

Eine Sonderstellung nimmt die so genannte Drosselkerze ein. Hier der grundsätzliche Aufbau: Die Drosselkerze wird wegen ihres Steges der sich über der Wendelöffnung befindet, auch als Stegkerze bezeichnet.

Was hat es damit auf sich?

Der Metallsteg schirmt den unteren Teil der Wendel teilweise ab, so dass die Kerze im Leerlauf zuverlässig weiter glüht Oh ne diesen Steg würde das fette Kraftstoff / Luftgemisch des extrem langsam laufen den Motors die Kerze löschen. Ein Motorabsteller wäre die Folge.


Bei Modellbaumotoren nutzt man die Möglichkeit, einfachen Alkohol an einer permanent glühenden Glühwendel zu entzünden. Dabei ist es jedoch nicht möglich, einen genau gesteuerten Zündzeitpunkt zu erreichen, man spricht von einer "ungesteuerten Glühzündung "

Dazu wird die in den Zylinderkopf ( Kühlkopf ) hineinragende Glühwendel mit 1-2 Volt und bis zu 5 Ampere aus einem Akku ( Glühkerzenstecker ) zum Glühen gebracht ( rot glühenden ).

Das ist zum starten des Modellbaumotors notwendig, nachdem der Motor angesprungen ist, wird die elektrische Vorglühung nicht mehr benötigt, da die Wendel weiter durch die Verbrennungswärme zum nächsten Arbeitstakt rot glühend bleibt. Beim Verdichten des zuvor angesaugten und dabei vergasten Methanols wirbelt das explosive Luft-Kraftstoffgemisch in den Brennraum und entzündet sich kurz vor dem oberen Totpunkt an der Wendelglut. Die richtige Kerze und Einstellung des Motors sind Voraussetzung, dann wird kurz nach dem Überschreiten des Totpunktes der höchste Gasdruck erreicht, der den Kolben im Krafttakt auf die Kurbelwelle stemmt.



Es macht Sinn, dass eine so einfache und simple Zündart in Hinsicht auf die Präzision viel zu wünschen übrig lässt. Erfolgt die Gemischentzündung zu früh , dann " mauert" der Motor und die Belastung der Lager steigt überproportional an, im Extremfall kann dies zum Abscheren des Hubzapfens oder knicken des Pleuels. Das zu späte Einleiten das Arbeitstaktes führt zwar kaum zu Motorschäden, aber immerhin zu weniger Leistungen und unter Umständen zur Überhitzung des Motors. Es besteht die Möglichkeit den Zündzeitpunkt der Glühkerze zu beeinflussen.

Es gibt verschiedene heiße Glühkerzen. Dabei werden Glühwendel mit unterschiedlich starkem Wärmespeichervermögen eingesetzt. Um so mehr Wärmeenergie der Motor erzeugt beziehungsweise speichert, desto kälter muss die Glühkerze konstruiert sein, damit sich das Gemisch nicht zu früh entzündet.



Damit das Nachhalten nicht zur geistigen Achterbahn führt.

Es gibt eine einfache Regel :

- Heißer Motor > kalte Kerze

- Kalter Motor > heiße Kerze

bzw.

- Je kälter es draußen ist > um so heißer die Kerze

- je wärmer es wieder wird > umso kälter die Kerze

Eine heiße Kerze entzündet das Luft-Kraftstoff-Gemisch sinngemäß früher, eine kalte Kerze später.

Je dicker der Glühdraht und je größer der die Wendel umspülende Gasraum ist, desto länger glüht die Wendel nach dem Arbeitstakt ( Motortakt ) nach.


Es gehört eine gewisse Erfahrung dazu, um zu erkennen, ob die Glühkerzenabstimmung optimal gelungen ist. Am einfachsten ist es mit einer kalten Kerze. Die kalte Kerze entzündet das Kraftstoffgemisch bei Vollgas relativ spät, bringt somit hohe Höchstleistungen. Doch leider speichert ein zu kalte Kerze zu wenig Wärmeenergie im Leerlauf und im Teillastbereich. Das führt so zu einem unsicheren Leerlauf : der Motor stirbt allmählich ab und geht aus, wenn er ohne Zwischengasstöße länger vor sich her tuckert.


Warum Glühkerzen defekt werden:

• Durch Überspannung
-Abhilfe: Leistungsdaten einhalten und
mit nicht zu hoher Spannung vorglühen

• Motorvibrationen
- Abhilfe: Motor stabil lagern

• Durch Überhitzung

- Abhilfe: nach dem Start sofort die
Spannung abklemmen

• Durch Motorklopfen
-Abhilfe: Rundlauf einstellen

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